Daniela RossellDie folgenden Bilder sind keine Fiktion. Mit diesem Satz beginnt ein verstrendes Fotobuch ber die Superreichen Mexikos in ihren riesigen, meist beraus kitschigen Palsten und Luxusappartments. Die Frauen, seltener auch Mnner posieren vor endlosen Pools in der Sonne, fhren uns ihre neuesten Designerkleider und ihren von profaner Alltglichkeit losgelsten Lebensstil vor, sie prsentieren uns ihre Kunstsammlungen, streicheln ihre berwiegend ausgestopften
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»Die folgenden Bilder sind keine Fiktion.« Mit diesem Satz beginnt ein verstörendes Fotobuch über die Superreichen Mexikos in ihren riesigen, meist überaus kitschigen Palästen und Luxusappartments. Die Frauen, seltener auch Männer posieren vor endlosen Pools in der Sonne, führen uns ihre neuesten Designerkleider und ihren von profaner Alltäglichkeit losgelösten Lebensstil vor, sie präsentieren uns ihre Kunstsammlungen, streicheln ihre - überwiegend ausgestopften - Tiere. Sieben Jahre lang hat Daniela Rossell nicht die Armen in den Slums der Vorstädte, sondern diese verschwindend kleine Minderheit, die Millionäre Mexikos, besucht und dabei eine Verbindung geschaffen zwischen moderner zeigenössischer und klassischer mexikanischer Dokumentarfotografie. Trotz der schrillen, bunten Bildinhalte strahlen die Bilder eine Ruhe und Präzision aus, die dem Betrachter den nötigen Abstand erlauben. Die Fotografien bedienen die verschiedensten menschlichen Instinkte, von voyeuristischer Neugier über Abscheu bis hin zu naivem Staunen über die Unterschiedlichkeit menschlicher Lebensformen im 21. Jahrhundert. Zur Fotografin: Daniela Rossell *1973 in Mexiko-Stadt. Kunststudium an der National School of Visual Arts, U.N.A.M. Seit 1993 Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen (New Museum of Art, New York; P.S. 1, New York) sowie Einzelausstellungen in angesehenen Galerien (Greene Naftali Gallery, New York). Lebt und arbeitet in Mexiko-Stadt. Ausstellungen: Casa de América, Madrid ab Juni 2002 · P.S. 1 Contemporary Art Center, New York ab Ende Juni 2002; San Diego Contemporary Art Museum ab September 2002; Kunstwerke Berlin ab November 2002; Universidad de Salamanca ab April 2003